Modell-/Systemkarte – nori
Stand: 17.08.2026 · Status: Freigabe
Hinweis zur Adaption: nori trainiert kein eigenes Modell. Diese Karte beschreibt das System nori und die von ihm genutzten Foundation-Modelle. Aussagen zu Trainingsdaten der Foundation-Modelle verantworten deren Anbieter über deren jeweilige Model Cards (siehe Abschnitt 4).
1. Überblick
| Feld | Angabe |
|---|---|
| Name | nori |
| Anbieter | azuma healthtech GmbH |
| Zweck | KI-gestützte Analyse von Quellcode gegen regulatorische/sicherheitstechnische Frameworks (z. B. BSI TR-03161, EU-CRA, OWASP ASVS). |
| Systemtyp | Orchestrierungs-/Agenten-Pipeline über universelle Foundation-LLMs; kein eigenes trainiertes Modell. |
| Ein-/Ausgabe | Eingabe: Quellcode + optionale Nachweisdokumente. Ausgabe: textuelle Findings (JSON/Markdown), Wikis, Reports, Summaries. |
| Modalität | Ausschließlich Text/strukturierte Daten (keine Audio/Bild/Video-Erzeugung). |
| Nutzerkreis | Entwickler-, Compliance- und Audit-Teams. |
2. Architektur
- CLI (
Azuma.Nori.Cli) – orchestriert Agenten, ruft den LLM-Provider, schreibt Ergebnisse nach.nori/. - REST-API (
Azuma.Nori.Api) – Policy-/Control-Metadaten, Findings-Abfragen, Auth. - Admin-Dashboard (React,
Azuma.Nori.Frontends.Admin) – Überblick, Annotation/Feedback. - Agenten: Wiki-Builder (Wissensextraktion), Control-Evaluator (Bewertung gegen Control-Kriterien), Doc-Summarizer (Nachweisdokumente), Summarize/Supervisor (Zusammenfassungen).
- Provider-Abstraktion:
LlmProviderFactory/ExecutorConfig(Modellwahl, Endpoint, Budget-Caps je Phase).
3. Vorgesehene Nutzung / Nicht vorgesehene Nutzung
Vorgesehen: unterstützende, vorbereitende Compliance-Analyse mit anschließender menschlicher Prüfung der Findings.
Nicht vorgesehen:
- automatisierte Freigabe-/Zulassungsentscheidungen ohne menschliche Aufsicht,
- Entscheidungen über natürliche Personen / Profiling,
- Einsatz als Sicherheitsbauteil eines geregelten Produkts.
4. Genutzte Foundation-Modelle
nori ist provider-agnostisch konfigurierbar. Unterstützt werden u. a.:
| Provider | Anbindung | Eigene Model Card |
|---|---|---|
| Anthropic (Claude) | Claude Code CLI / API | Model Card des Anbieters (extern) |
| Google (Gemini) | Gemini CLI / GenAI SDK | Model Card des Anbieters (extern) |
| OpenAI / Azure OpenAI | OpenAI SDK | Model Card des Anbieters (extern) |
| Lokale Modelle (Ollama, vLLM, …) | OpenAI-kompatible Endpoints | je Modell |
Das je Lauf tatsächlich verwendete Modell wird in run.json (Feld model) festgehalten.
5. Leistungsmerkmale
Die semantische Qualität wird über die nori-regression-Pipeline gemessen:
- Metriken: Precision, Recall, Verdict-Accuracy je Control.
- Verfahren: Lauf gegen einen gepinnten Fixture-Repo, Scoring gegen committete Ground-Truth (
agents/ground_truth/), Diff gegen committete Baseline mit Toleranzschwelle und menschlicher Adjudikation. - Charakter: manuell ausgelöste, semantische Qualitätsschranke (blockiert keine CI); ergänzt durch deterministische Integritäts-Tests.
6. Grenzen und Risiken
- LLM-Inferenz ist nicht deterministisch; Findings können Falsch-Positive/-Negative enthalten – menschliche Prüfung erforderlich.
- Qualität hängt vom gewählten Foundation-Modell und vom bereitgestellten Kontext (Wikis, Control-Definitionen) ab.
- Ergebnisse sind an den geprüften Commit gebunden (
gitCommitinrun.json).
7. Governance / Nachvollziehbarkeit
- Provenienz je Lauf in
run.json(Modell, Git-Commit/-Branch, Zeitstempel, Score, Token/Kosten). - Findings mit Datei-/Zeilen-Referenz.
- Menschliche Aufsicht und Feedback-Schleife im Dashboard.